Dieter Weber Investments seit 1979 - Offene Investmentfonds - Fondstypen

 

Aktienfonds

Das Fondsvermögen wird vollständig oder überwiegend  in Aktien investiert. Der Anteilsbesitzer ist damit an der Substanz und den Erträgen der entsprechenden Aktiengesellschaften beteiligt. Nach welchen Kriterien sie ausgewählt werden, ist im jeweiligen Verkaufsprospekt festgelegt. Dieser bildet auch die Grundlage für die Formulierung des Anlagegrundsatzes. Nach InvG zählen Aktienfonds zur Gruppe der so genannten Richtlinienkonformen Sondervermögen, für die §§ 46 ff. gelten.

Rentenfonds

Das Fondsvermögen wird hauptsächlich in verzinsliche Wertpapiere mit unterschiedlichen Laufzeiten. investiert. Nach welchen Kriterien sie ausgewählt werden, ist im jeweiligen Verkaufsprospekt festgelegt. Dieser bildet auch die Grundlage für die Formulierung des Anlagegrundsatzes. Nach InvG zählen Rentenfonds zur Gruppe der so genannten Richtlinienkonformen Sondervermögen, für die §§ 46 ff. gelten.

Mischfonds

In Abhängigkeit vom Anlagegrundsatz sind Investitionen in verschiedene Wertpapierarten und Immobilien sowie in Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken (Hedgefonds) möglich (vgl. §§ 83 ff. InvG). Üblicherweise wird in diesen Fonds ein Schwerpunkt festgelegt, der dem Anleger zeigt, welches Chancen-/Risikoverhältnis diesem Fonds zu Grunde liegt. Eine Sonderform bildet hierbei das Altersvorsorge-Sondervermögen (AS-Fonds), für das spezielle Richtlinien gelten, wie sie das InvG §§87 ff. regelt. Altersvorsorge-Sondervermögen dürfen nicht in Hedgefonds investieren.

Geldmarkt-(-nahe) Fonds

Bei reinen Geldmarktfonds wird das Geld in kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten, in reine Geldmarktpapiere und  festverzinsliche Wertpapiere mit kurzen Laufzeit (durchschnittliche Restlaufzeit maximal 12 Monate), z. B. Schatzanweisungen (Bubills), Treasury Bills, Commercial Papers erstklassiger Industrieunternehmen oder als  Beimischung auch forderungsbesicherte Wertpapiere, sogenannte "ABS-Anleihen", investiert.Ziel ist es, eine dem jeweiligen Geldmarkt entsprechende Rendite zu erwirtschaften.Nach InvG zählen Geldmarkt/-nahe Fonds zur Gruppe der so genannten Richtlinienkonformen Sondervermögen, für die §§ 46 ff. gelten.

Geldmarktnahe Fonds dürfen bis zu 49 Prozent des Fondsvermögens in Geldmarkttiteln anlegen und investieren zudem in festverzisliche Wertpapiere mit kurzen Restlaufzeiten und variabel verzinslichen Anleihen (Floating Rates). Geldmarktnahe Fonds bewegen sich weitgehend in den selben Anlagesegmenten wie Geldmarktfonds, wobei die durchschnittlichen Restlaufzeiten bis zu maximal 24 Monaten betragen darf.

Immobilienfonds (offen) (vgl. dazu §§66 ff. InvG)

Das Fondsvermögen wird in Immobilien, Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke, gemischt genutzte Grundstücke sowie Grundstücke im Zustand der Bebauung, unbebaute Grundstücke und Erbbaurechte investiert. Der Gesamtwert aller Immobilien, deren einzelner Wert mehr als 10 Prozent des Wertes des Sondervermögens beträgt, darf 50 Prozent des Wertes des Sondervermögens nicht überschreiten. Eine Einzelimmobilie darf zum Zeitpunkt ihres Erwerbs 15% des Sondervermögens nicht übersteigen. Die Bewertung wird regelmäßig von einem unabhängigen Sachverständigen-Ausschuss vorgenommen. Der Wert des Fondsvermögens resultiert aus Mieteinnahmen und Wertsteigerungen der Objekte.

Dachfonds

Bei dieser erst seit 1999 in Deutschland zugelassenen Form von Investmentfonds wird das Fondsvermögen in Anteilscheine anderer Investmentfonds investiert. Hierbei können wiederum Schwerpunkte auf bestimmte Anlagekategorien (Aktien, verzinsliche Wertpapiere, gemischt) gelegt werden. Nach InvG zählen Dachfonds zur Gruppe der so genannten Richtlinienkonformen Sondervermögen, für die §§ 46 ff. gelten.

Hedgefonds

Bis 2004 waren in Deutschland Hedge-Fonds (to hedge = absichern) generell nicht zum öffentlichen Vertrieb zugelassen.  Eine Lockerung erfolgte erst mit dem Investment-Modernisierungsgesetz, das am 1. Januar 2004 in Kraft trat. Zu unterscheiden ist dabei in Dach-Hedgefonds, die von Privatanlegern unter bestimmten Vertriebsauflagen (vgl. InvG §§ 121 ff.) gekauft werden dürfen, und so genannten Einzel-Hedgefonds (Single Hedgefonds), die nicht öffentlich nur über den Weg des Private Placement verkauft werden dürfen.

Welche Anlagestrategie ein Single Hedgefonds verfolgt, ist im Verkaufsprospekt festgelegt, der die Basis für den Anlagegrundsatz bildet. Kennzeichen von Single Hedgefonds ist, dass der Manager in seinen Investmententscheidungen weit reichende Freiheiten besitzt. Insbesondere können zur Steigerung des Investitionsgrades des Sondervermögens grundsätzlich unbeschränkt Kredite aufgenommen werden und Derivate eingesetzt werden (Leverage). Ferner ist der Verkauf von Vermögensgegenständen erlaubt, die zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses nicht zum Sondervermögen gehören (Leerverkauf =short selling). Ziel ist es, Gewinne sowohl in fallenden als auch steigenden Märkten zu erzielen.

Dach-Hedgefonds legen überwiegend in Single Hedgefonds an und dürfen selbst keine Leverage- und Leerverkaufs-Geschäfte durchführen. Der Anbieter eines Hedge-Dachfonds muss auf seinen Verkaufsprospekten Warnhinweise ähnlich denen auf Zigarettenschachteln anbringen: „Der Bundesminister der Finanzen warnt: Bei diesem Investmentfonds müssen Anleger bereit und in der Lage sein, Verluste des eingesetzten Kapitals bis hin zum Totalverlust hinzunehmen!

Die Investmentbranche hat bisher nur in sehr geringem Umfang von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, in Deutschland Hedge-Fonds aufzulegen. Deutsche Hedge-Fonds unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), ebenfalls ist der Einsatz von Fremdkapital begrenzt. Es handelt sich somit viel mehr um Investmentfonds mit größeren Freiheiten, als um Hedge-Fonds im ursprünglichen Sinne.

Multi-Manager-Fonds

Ein Multi-Manager-Fonds im engeren Sinne bietet typischerweise dem Anleger die Möglichkeit, die komplette Wertschöpfungskette des Anlageprozesses wie Asset Allokation, Managerselektion, Risikomanagement und Administration über ein einziges Produkt abzudecken. Sie bieten damit in einem zunehmend komplexen Umfeld über ein Portfolio Zugang zu unterschiedlichen Fondsmanagern und Anlagestilen. Die unterschiedlichsten Investmentstrategien werden unabhängig voneinander in einem Fonds vereint (Multi-Asset/Multi-Style/Multi-Manager). Durch ein relativ breit gestreutes Portfolio bietet der Multi-Management-Ansatz ein sehr gutes Risiko-/Rendite-Profil. Bei entsprechender Kombination volatiler, gering oder negativ korrelierender Segmente, kann in der Gesamtheit die Volatilität des Multi-Manager-Fonds vermindert werden.

Indexfonds

Diese Fonds sind in Deutschland erst mit Inkrafttreten des 3. Finanzmarktförderungsgesetzes im April 1998 möglich, da es vorher durch rechtliche Anlagegrenzen des KAGG nicht möglich war, einen Index exakt nachzubilden.

Bei Indexfonds werden die Anlagen so zusammengestellt, dass sie einen bestimmten, repräsentativen Index (z.B. DAX, Dow Jones, Nikkei etc.) möglichst exakt nachbilden. Ein Dax-Fonds wird dementsprechend die Akjtien enthalten, die zum DAX gehören. Der Kursverlauf des Fonds entspricht dann dem Kurverlauf des Index. Dadurch, dass kein aktives Management notwendig ist, sind die jährlichen Managementgebühren (TER) der Indexfonds im Allgemeinen deutlich niedriger als die von aktiv gemangten Fonds. Durch diese für den Investor günstigere Kostenstruktur haben Banken oft kein großes Interesse an dem aktiven Vertrieb dieser Produkte. Bei professionellen Investoren und Vermögensverwaltern spielen Indexfonds allerdings eine große Rolle bei der Portfoliozusammenstellung. Der Großteil der Indexfonds wird als Exchange Traded Funds (ETFs)angeboten, es gibt aber auch Indexfonds, die als konventionelle Fonds aufgelegt wurden.

Exchange Traded Funds (kurz ETFs genannt)

Dies sind Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden. Ursprünglich wurde diese Möglichkeit für Indexfonds eingeführt. Mittlerweile handelt es sich bei der Mehrheit der Exchange Traded Funds aber nicht mehr um Indexfonds. Da ETFs jederzeit wie Aktien an der Börse zu den für Aktien üblichen Spesen (Indexfonds ohne Ausgabeaufschlag) gehandelt werden können, treffen sie aufgrund der beim Kauf günstigen Kostenstruktur zunehmend auf Nachfrage.

 

Die verschiedenen Fondstypen können sich auf bestimmte Anlageregionen beschränken. Typischer Weise findet man hier bestimmte Länder (Deutschland, Japan, Brasilien, etc.), bestimmte Regionen (Euroland, Emerging Markets, Skandinavien, etc), bestimmte Kontinente (Europa, Nordamerika, Asien, etc.), oder es findet keine regionale Spezialisierung statt, d.h. der Fonds investiert weltweit in Wertpapiere oder Immobilien der entsprechenden Anlagekategorie.

Denkbar ist auch die Spezialisierung auf bestimmte Branchen bzw. Themen (Internet, Biotechnologie, Konsum, etc) in so genannten Branchen- bzw. Themenfonds.

 


 
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